Debugging
Debugging bezeichnet den Prozess des Aufspürens, Analysierens und Behebens von Fehlern in Software oder digitalen Systemen. Fehler – sogenannte Bugs – können sich in Form von Abstürzen, falschen Berechnungen oder unerwartetem Verhalten äußern. Ziel des Debuggings ist es, die Ursache dieser Probleme zu finden und den Code so zu überarbeiten, dass die Software wie gewünscht funktioniert.
Der Begriff stammt aus den Anfängen der Computertechnik: Einer bekannten Anekdote zufolge wurde in den 1940er-Jahren ein Fehler in einem Rechner durch eine Motte verursacht. Das Insekt (englisch: bug) wurde entfernt, und der Begriff „debugging“ war geboren.
Typische Schritte beim Debugging
- Reproduktion des Fehlers: Kann das Problem zuverlässig wiederhergestellt werden?
- Analyse: Wo tritt der Fehler genau auf, in welchem Zusammenhang?
- Einsatz von Tools: Debugger, Log-Dateien, Konsolenausgaben oder Tests helfen bei der Eingrenzung
- Fehlerbehebung: Der Quellcode wird gezielt angepasst
- Verifizierung: Funktioniert die Anwendung nach der Änderung korrekt?
Beispiel
Eine Nutzerin meldet, dass ein Online-Formular beim Absenden nicht reagiert. Entwicklerinnen und Entwickler analysieren mithilfe eines Debugging-Tools den JavaScript-Code und stellen fest, dass ein ungültiger Variablenname den Prozess unterbricht. Nach der Korrektur funktioniert das Formular wieder reibungslos.
Wichtig
Debugging ist ein zentrales Element in der Softwareentwicklung, das nicht nur technisches Know-how, sondern auch systematisches Denken und Geduld erfordert. Oft werden Fehler erst durch gezielte Tests oder Hinweise von Nutzerinnen und Nutzern sichtbar.
