Docker
Docker ist eine Open-Source-Plattform, mit der sich Anwendungen samt ihrer Abhängigkeiten in sogenannten Containern verpacken, verteilen und ausführen lassen. Diese Container sind leichtgewichtige, in sich geschlossene Einheiten, die überall dort laufen können, wo Docker installiert ist – unabhängig vom Betriebssystem oder der zugrunde liegenden Infrastruktur.
Das Ziel von Docker ist es, die Entwicklung, Bereitstellung und Skalierung von Software zu vereinfachen. Entwicklerinnen und Entwickler können damit sicherstellen, dass ihre Anwendung auf dem eigenen Rechner genauso funktioniert wie später auf einem Server, in der Cloud oder in einem Rechenzentrum.
Beispiel
Ein Team entwickelt eine Webanwendung mit Python, einer bestimmten Datenbankversion und weiteren Abhängigkeiten. Statt alles manuell auf jedem Gerät zu installieren, erstellen sie ein Docker-Image. Dieses Image enthält alles, was die Anwendung braucht – und kann von allen Teammitgliedern sowie in der Produktion exakt gleich genutzt werden.
Wichtige Begriffe im Docker-Kontext
- Container: Isolierte Laufzeitumgebungen für Anwendungen
- Image: Vorlage für einen Container – enthält die Anwendung und alles, was sie benötigt
- Dockerfile: Textdatei, in der beschrieben ist, wie ein Image aufgebaut sein soll
- Docker Hub: Öffentliche Plattform zum Teilen und Abrufen von Images
- Docker Compose: Tool zur Orchestrierung mehrerer Container (z. B. Webserver + Datenbank)
Vorteile
- Plattformunabhängigkeit: „Läuft bei mir“ gilt endlich auch überall sonst
- Schnelle Bereitstellung und Skalierung
- Weniger Konflikte durch isolierte Umgebungen
- Einfaches Testen, Verteilen und Wiederverwenden von Softwaremodulen
Herausforderungen
- Lernkurve bei komplexeren Setups
- Sicherheitsfragen bei öffentlich geteilten Images
- Nicht jeder Anwendungsfall profitiert gleichermaßen von Containern
