Full Stack
Full Stack bezeichnet in der Webentwicklung eine Herangehensweise (und oft auch eine Berufsrolle), bei der sowohl die Frontend- als auch die Backend-Entwicklung abgedeckt wird. Ein sogenannter Full-Stack-Entwickler oder eine Full-Stack-Entwicklerin beherrscht also den gesamten Technologie-Stack, der für die Erstellung einer funktionierenden Webanwendung notwendig ist – von der Benutzeroberfläche bis zur Datenbank.
Was umfasst der „Full Stack“?
- Frontend – alles, was Nutzerinnen und Nutzer sehen und bedienen: HTML, CSS, JavaScript, Frameworks wie React, Vue, Svelte
- Backend – alles, was „hinter den Kulissen“ passiert: Serverlogik, APIs, Datenverarbeitung mit Node.js, Python, PHP, Ruby, Go etc.
- Datenbanken – z. B. MySQL, PostgreSQL, MongoDB
- DevOps & Infrastruktur – z. B. Versionskontrolle (Git), Containerisierung (Docker), Hosting, CI/CD, API-Design, Sicherheit
Ein Full-Stack-Projekt deckt alle diese Schichten ab – teils durch eine einzelne Person, teils durch ein interdisziplinäres Team.
Vorteile
- Flexibilität – schneller Wechsel zwischen Frontend und Backend
- Kürzere Kommunikationswege, vor allem in kleinen Teams
- Ganzheitliches Verständnis für das Projekt
- Gut geeignet für Prototypen, MVPs oder agile Umgebungen
Herausforderungen
- Erfordert breites technisches Wissen
- Tiefe Spezialisierung fehlt oft – gerade bei komplexen Frontends oder Architekturen
- Ressourcenintensiv, wenn eine Person alles allein betreut
- Technologievielfalt kann schnell überfordern (Framework-Jungle)
